• WORLD CHAMPIONSHIPS LONGTRAIL
    Särna - Sweden 07.- 10.03.2017
  • European Championships SNOW
    Inzell - Germany 02.- 05.02.2017
  • European Dryland Championships
    Lauf - Germany 11.- 13.11.2016
  • 20th Anniversary World Sleddog Association
    1995 - 2015
  • World Championships Sprint/MD
    Scharnitz - Austria 2015
  • World Championships Sprint/MD
    Kandersteg - Switzerland 2014
HUNDESPORT

Das Wohlbefinden und die Gesundheit des Hundes verbietet jegliche Aktivitäten, die seine Lebenserwartung und seine Lebensqualität stark beinträchtigen oder gefährden.
Eine größtmögliche Harmonie zwischen Mensch und Hund zu erreichen, ist das Ziel jeder Form von Hundesport.


Ethische Grundsätze:

Die Verantwortung für einen Hund beginnt am ersten Tag und dauert bis zum Lebensende, wobei die Lebenserwartung eines gesunden, mittelgroßen bis großen Hundes im Durchschnitt zwischen 12 und 14 Jahren liegt.

Oberste Priorität hat die Erhaltung und Förderung der physischen und psychischen Gesundheit des Hundes. Neben den Grundbedürfnissen Nahrung, Pflege und Auslauf gilt es ein verhaltensgerechten und weit möglichst gewaltfreien Umgang mit dem Hund zu erlangen.

Neben der Grundversorgung gehören regelmäßige Gesundheitschecks, Impfungen, Maßnahmen gegen Endo- und Ektoparasiten und ärztlichen Untersuchungen zu einer verantwortungsvollen Hundehaltung dazu. Die Haltung des Hundes muss seinen natürlichen Bedürfnissen angepasst sein und der dringend notwendige soziale Kontakt zu Artgenossen, zu fremden und zu Bezugs- Menschen muss gewährleistet sein. Gerade in der Schlittenhund-haltung ist die Anzahl der Hunde nach den persönlichen, finanziellen und zeitlichen Gegebenheiten und dem zur Verfügung stehenden Platz zu richten, weil oft die eigenen Möglichkeiten übergangen werden und dann Folgeprobleme auftreten.

Die Grunderziehung eines jeden Hundes, auch und vor allem in Rudelhaltung(!), ist gelebter Tierschutz und unumgänglich, um jedem Hund einen sicheren Handlungsrahmen zu gewähren.

Die Zwingerhaltung ist derartig zu praktizieren, dass ausreichend Raum für Bewegung garantiert wird und ein guter Witterungsschutz gegeben ist. Kettenhaltung wird abgelehnt. Der Hund oder die Hunde sollten seinen/ihren Anlagen und seinem/ihrem Leistungsvermögen entsprechend bewegt und beschäftigt werden. Sein Bewegungsdrang, seine Lernfähigkeit, sowie die übrigen Anlagen des Hundes müssen gefordert und gefördert werden. Ebenso muss neben angemessener Beschäftigung für genügend Auslauf, vorzugs- weise im Freilauf(!) gesorgt werden. Hierzu sind die o.g. Maßstäbe an die Grunderziehung eines jeden Hundes zu Grunde zu legen.

Hervorragend zur angemessenen Beschäftigung geeignet ist ein gelebter Schlittenhunde- sport und ebenso die verschiedenen Möglichkeiten des Hundesports überhaupt.

Es besteht die ethische Verpflichtung, den Hund für seine Aufgabe ausreichend zu erziehen und auszubilden. Wobei vor allem moderne Methoden des Trainings, die wissenschaftlich kynologisch getestet und für gut befunden sind, eingesetzt werden sollen. Eine Steigerung des Leistungsvermögens durch medikamentöse und nicht tiergerechte Hilfsmittel ist strafbar und absolut abzulehnen. Ebenso widerspricht einem notwendigen ethischen Bewusstsein, Leistungen von einem Hund zu verlangen, die er aus verschiedenen Gründen nicht erbringen kann, da ihm die Fähigkeiten hierzu fehlen.

Ein verantwortungsbewusster Musher wird nur mit gesunden, gut trainierten und leistungsfähigen Hunden an sportlichen Veranstaltungen verschiedener Art teilnehmen. Aus wirtschaftlichem Interesse und falschem Ehrgeiz vorgenommenen Manipulationen, zur Leistungssteigerung, sind mit ethischen Grundsätzen nicht zu vereinbaren.

Vor allem ist es undenkbar, die Lebenszeit eines Hundes ausfehlenden finanziellen Gründen, aus Platzgründen und vor allem auch weil er keine sportlichen Leistungen mehr erbringen kann, zu verkürzen. Die Tötung von Wirbeltieren ist im Tierschutzgesetz eines jeden Landes geregelt und verbietet ein Töten aus o.g. Gründen ganz eindeutig.

Dem Hund einen angenehmen letzen Lebensabschnitt zu gewähren, der seinem Gesundheits- und Alterszustand entspricht, ist für nach ethischen Grundsätzen handelnde Menschen eine Selbstverständlichkeit und zeigt seine Dankbarkeit gegenüber dem Hund als Partner in seinen jüngeren, leistungsstarken und lebhafteren Zeiten.


Die Kettenhaltung ist leider in manchen Ländern erlaubt, dennoch sollten alle Schlittenhundeverbände auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene diese Haltung ablehnen und auf die betroffenen Musher einwirken. Ziel muss es sein diese Haltungsart abzuschaffen.

World Sleddog Association