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PD2017

Polardistans- The Ultimate Challenge

WSA World Championship Longdistance 2017



Zum ersten Mal in der nun fast 15 jährigen Geschichte des Polardistans wurde das Langstreckenrennen auch als offizielle Weltmeisterschaft der World Sleddog Association ausgetragen.


Der Zuspruch zur WM war so groß (130 Teams hatten binnen weniger Tage gemeldet), dass Karina Andreasen neue Wege beschreiten musst. Der Checkpoint, nicht für 130 Teams musste erweitert werden, ein passender Platz für das Musheressen gefunden und auch die komplette Organisation auf diesen Ansturm an Mushern angepasst werden. Der Schlüssel zum Gelingen hieß Karina Andreasen.

Die Vorarbeit von fast 6 Monaten für den Event trug Früchte, das Stammpersonal des Polardistans in toller Stimmung, die sich auch rasch auf die Voluntäre ausbreitete. Im Vorfeld wurden im Startbereich sogar das richtige Handling mit einem Team geübt. Beim Voluntärsmeeting ein Novum das zumindest ich (Chris) noch nicht erlebt, Karina sprach ein absolutes Alkoholverbot während der Renntage aus.

Währende der Zeit der Vorbereitung (SA-MO) wurde bereits bestens mit frisch gegrillten Speisen für die alle Mitarbeiter des Polardistans gesorgt.

Dienstag, der erste Renntag – Team um Team ging auf die Strecke. Jedoch nicht so wie im Sprint/MD Bereich der WSA. Es gibt ein Zeitfenster – z.B. 10:00 – 10:30, da müssen alle Teams der Kategorie raus, egal wer zu welcher Zeit.

Beim Start werden z.B. die Startkort kontrolliert. Ein Musher hatte diese vergessen und musste nochmals zu seinem Fahrzeug. Auch hier eine brilliante Lösung – das Team wurde kurzerhand von den Voluntären und dem Doghandler an der Seite geparkt, der Musher holte seine Startkort und ging dann in aller Ruhe auf den Trail.

Die Streckenführung selbst war so genial, dass für sowohl die 160 km als die längere Distanz von 300 km, jeweils ein und der gleiche Checkpoint angefahren werden konnte. Das erste Streckenteil, mit 95 km für alle Teilnehmer der gleiche, erwies sich als selektiv und so manches Team gab hier schon auf. Die verbleibenden Teams am Trail zum Checkpoint.

Am Checkpoint, der von den 300tern zweimal angefahren werden musste wartete ein Großaufgebot von Veterinären und Voluntären auf die ankommenden Teams. Wenn ein Team herein kam, wurden die Voluntäre aktiv und die Teams zu Ihrem Stake-Out gebracht, die Veterinären kamen zur Untersuchung der Hunde und ein Race Judge inspizierte das Gespann und Schlitteninhalt. Auf dem Gelände waren Pflöcke geschlagen, daneben stand ein Ballen Stroh für die Hunde. Wo ein Gespann zu parken hatte, wurde mit einer roten Lampe markiert, die dann zum nächsten freien Pflock wanderte.

Das Geniale am Checkpoint war, die Bewältigung der Verteilung der einzelnen Gruppen, sodaß niemand niemanden störte und der Neustart ohne weiteres möglich war.

Es gab strikte Regeln in Bezug auf Doghandler, wer Wasser oder Futter aus dem Depot holen durfte, und wo die die Doghandler zu warten hatten.

Unterschied zwischen 160 und 300 am Checkpoint, die 160 km Gruppe wurde von den Veterinären kontrolliert und konnten nach 10 Minuten weiter fahren, sei es denn die Veterinären hatten eine Zwangspause angeordnet. Dann ging es auf die 75 km Schleife zurück ins Ziel. Für die Durchstarter (160er Teams) gab es eine “Flug” Schneise mit Blitzlicht direckt zum Start und am Veterinär Tipi entlang. Die Strecke war lang genug um auch mehrere gleichzeitig eintreffende Teams zu akkomodieren.

Die 300-er Gruppe dagegen konnte wählen, entweder eine Zwangspause von 4 oder 6 Stunden zu nehmen, bevor die nächste Etappe von 130 km in Angriff genommen wurde (also Taktik und Kenntnisse vom Wetter und Einschätzung der Hunde war gefragt). Hier hatten die Veterinäre ein Wort mitzureden. Bedeutet, die Veterinäre konnten eine längere Pause anordnen als der Musher wollte. Diskussionen über die Richtigkeit der Entscheidungen gab es nicht. Danach kam dien 300-er Gruppe zurück zum Checkpoint, um nach der nächsten Zwangspause die restlichen 75 km zu bewältigen. Es stand überdies den Mushern frei zu, um Witterungs- oder Müdigkeitbedingt neben dem Trail zu biwakieren oder auszuruhen.

Auch am Checkpoint war bestens für alle Volontäre und Funktionäre gesorgt, es gab ein Tipi mit Holzöfchen, draußen ein Holzfeuer  mit warmen Wasser fur Getränke oder Mahlzeiten aus der Tüte (Sehr lecker!).

Die Stimmung war gewaltig. Disziplin ohne Makel. Sogar die Nächte, die ich (Teun) dort verbracht habe, durchspickt mit eisiger Kälte und Schneestürme waren kurz.

Leider, wie bei wirklich guten Rennen, es war für uns von der WSA zu schnell vorbei. Aber ein Punkt stand noch an, Siegerehrung mit Musheressen. Und hier zeigte sich wie sehr die Musher Karina verehrten. Frenetischer Beifall, egal was Sie machte, kurze Ansage auf der Bühne oder Bier auf eine Tisch zu bringen.

Diese Feier hatte es in sich, die Länder kamen nacheinander auf die Bühne und bedankten sich bei Karina und Ihren Leuten. Wie sehr die Voluntäre bei diesem Rennen geschätz sind, ziegt ein Minuten lang andauender Aplauss mit Sprechcöhren – bis die Voluntäre vollständig aus der Küche erschienen waren. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden Sie auch noch auf die Bühne geholt.

Da wir am Samstag noch kleine Nacharbeiten zu bewältigen hatten, wurden Irene und Chris zum Voluntärabend eingeladen. Und spätestens hier musste man begreifen was gemeint ist mit einer großen Familie. Karina selbst bediente die Voluntäre die Tags zuvor noch die Musher bedienten.

Nochmals herzlichen Dank an das Organisationswunder Karina mit Ihrem ausgezeichneten Stab Mitarbeiter die wirklich alles gegeben haben.



Für die WSA
Chris & Teun


WEB: polardistans.se

Gallerie Chris: PD2017
Gallerie Teun: PD2017

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Volunters Meeting
 
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Before the race...
 
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Let's go - Good Mush
 
Good mood - Karina & Teun
 
Team at the Trail
 
Volunteers & veterinarian at the checkpoint
 
Equipment checkpoint and resting places
 
Musher feed your dogs
 
The last team has now crossed the finishline and the lantern has been put out.
 
Karina brings beer for the musher